Der Schulhof wird als solcher weder wahrgenommen noch genutzt und fällt nur als „massive graue Wüste“ ins Auge. Im Zuge einer geforderten Ausgleichpflanzung entstand die Idee, nun endlich dem „grauen Monster“ zu Leibe zu rücken. Aber bevor der erste Baum gepflanzt werden kann, muss ein Freiraumkonzept her. Gesagt getan, die Landschaftsgärtnerklassen wurden von ihrem Lehrer Herrn Buchholz beauftragt, Ideen für die zukünftige Nutzung des „neuen Schulhofes“ zu sammeln. Aus der Phase I Ideenfindung ergaben sich folgende Punkte:
Ø versiegelte Flächen minimieren
Ø vier oder fünf Zuwege ermöglichen
Ø zwei bis vier größere Bäume pflanzen
Ø einen oder zwei Sitzbereiche zum „Verweilen“ errichten
Ø freie Fläche zum „Bewegen“ erhalten
Ø Entwässerung beachten
Ø Holz und Steine als Gestaltungselemente integrieren
Ø alte Mauer durch Pflanzung verdecken oder bemalen
Ø einen Klassenraum im Freien gestalten
Ø neue Übungsflächen für die Landschaftsgärtner schaffen
Ø die praktischen Ausbildungsberufe am Berufskolleg eigene Flächen gestalten und pflegen lassen

Nachdem wir diese Ideen zusammengetragen hatten, begannen einige interessierte Schüler mit einer individuellen Verarbeitung der Ideen. Die Ergebnisse wurden dann als alternative Konzepte bzw. Vorentwürfe wieder den Mitschülern und dem Lehrerkollegium vorgestellt.
Der schwierigste Schritt jedoch folgte erst jetzt. Manuel Vandamme wurde von seinen Mitschülern beauftragt die Ideen zu einem gemeinsamen vorläufigen Entwurf zusammen zu fügen (siehe beiliegender DIN A1 Plan).
So wurden das Element „kleines Atrium- das Klassenzimmer im Freien“ verknüpft mit Holzdecks und Bänken, zur Entspannung in den Pausen und Freistunden. Ein weiteres Gestaltungselement eines Schülers, eine Bearbeitungs- und Präsentationsfläche für die verschiedenen Agrarberufe, findet sich genauso im gemeinsamen Entwurfkonzept wieder, wie die allgemeine Forderung nach einer größeren Grünflächen.
Die Entsiegelung und Umgestaltung des neuen Schulhofes wird ein herausforderndes Projekt, dessen Umsetzung von allen Schülern und Lehrern des Berufskollegs Bonn-Duisdorf mit Spannung erwartet wird. Der Anfang ist gemacht, ein vorläufiges Entwurfskonzept steht. Mit der ästhetischen, nutzungsorientierten sowie der ökologischen Verbesserung des Schulgeländes wird die Schule einen neuen „Mittelpunkt“ bekommen.
Michael Wershofen (GL111) und Manuel Vandamme (GL101)